Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.
Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn,
Fon 0228-21 40 32, Fax 0228-21 40 33
BBU

 

 

Home
Übersicht

Aktionsbündnis "Stop Westcastor"
Sofortiger Atomausstieg (SOFA) Münster
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus"
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband NRW

20. Dezember 2011

 

Gemeinsame Pressemitteilung

Landesregierung NRW und Bundesumweltminister Röttgen sollen "Weihnachtsfreude" bescheren. Ansonsten: Landesweiter Autobahnaktionstag gegen Castor-Transporte am 25. Februar

Die Anti-Atomkraft-Bewegung in Nordrhein-Westfalen fordert von der Landesregierung in Düsseldorf und von Bundesumweltminister Röttgen die unverzügliche Absage der unsinnigen und hochgefährlichen Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus, um den Menschen zwischen Rhein und Weser eine "Weihnachtsfreude" zu bescheren. "Die Politik darf nicht starrsinnig auf einer unverantwortlichen Entscheidung beharren, bloß um das Image des Forschungszentrums Jülich aufzupolieren. Der Widerstand gegen den Transport der 152 Westcastoren wird massiv, kreativ und lang andauernd sein. Wir setzen aber auf ein rechtzeitiges Einlenken der verantwortlichen Politiker“, erklärten Felix Ruwe von der BI "Kein Atommüll in Ahaus" sowie Siegfried Faust vom Aktionsbündnis "Stop Westcastor" aus Jülich gemeinsam.

Sofern keine Absage der Castor-Transporte erfolgt, wird die Anti-Atomkraft-Bewegung in NRW am 25. Februar mit einem Autobahnaktionstag auf den Autobahnen zwischen Ahaus und Jülich sowie landesweit ein deutliches Zeichen gegen die drohenden Castor-Atommülltransporte setzen. Das haben rund 50 Mitglieder zahlreicher Bürgerinitiativen, Parteien und Umweltverbände aus etwa 25 Städten aus dem Münsterland, dem Ruhrgebiet und aus dem Rheinland bei einem außerordentlichen Bündnistreffen beschlossen. An dem Treffen nahmen auch Delegierte niedersächsischer Initiativen teil, sowie Mitglieder des überörtlich arbeitenden Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und von der Kampagne "Castor schottern".

Der Autobahnaktionstag am 25. Februar soll vielfältig und bunt ausgestaltet werden, um zu verdeutlichen, wo überall die Bevölkerung von den Transporten gefährdet wird, falls sie nicht im Vorfeld doch noch politisch verhindert werden. In Ahaus soll am 25. Februar ein Autokorso starten, der über verschiedene Autobahnen zum Atomforschungszentrum Jülich führen wird - dem Absender der 152 Castorbehälter. In Jülich soll dann eine Kundgebung stattfinden. Der Autokorso soll auch mit einer Zwischenkundgebung bei der Atommüll-Fabrik der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) in Duisburg vorbeiführen. Weiterhin soll es Mahnwachen und Plakataktionen an und auf Autobahnbrücken, auf Autobahnraststätten und an Autobahnauffahrten geben. Am Sonntag hatten bereits 500 Menschen am Ahauser Atommüll-Lager demonstriert.

Für den Fall, dass die Transportgenehmigung und die Einlagerung der 152 Castorbehälter für das Ahauser Atommüll-Lager kurzfristig erteilt werden, rufen die Anti-Atomkraft-Initiativen zu spontanen Aktionen in Jülich und Ahaus am Tag nach der Erteilung der jeweiligen Genehmigung auf (Tag G + 1). Aktuelle Informationen gibt es stets auf den zentralen Internetseiten www.kein-castor-nach-ahaus.de und www.westcastor.de.

Sofort nach Weihnachten wird die Anti-Atomkraft-Bewegung mit der Vorbereitung weiterer dezentraler Aktionen gegen die Castor-Transporte durchstarten. In Vorbereitung sind verschiedene Mobilisierungsmaterialien wie Plakate und Flugblätter, Informations-veranstaltungen und Protestaktionen. "Wir setzen auf unsere Kreativität, fordern die Absage der Transporte der Westcastoren von Jülich nach Ahaus und die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen sowie einen konkreten Ausstiegsfahrplan für NRW", so die Bürgerinitiativen und Umweltverbände in einer gemeinsamen Erklärung.